Im Moment lauft auf dem Blog des Kletterers und Routenerschliessers Marcel Dettling einen äusserst lesenswerten Beitrag betreffend eingeschliffener Karabiner bei fix installierten Expressschlingen (Beitrag unten kann unten in einem PDF angeschaut werden). Bei eingeschliffenen fixen Karabinern braucht es erstaunlich wenig, dass sogar ein neues Seil reisen kann, wie Versuche gezeigt haben.

Aluminiumkarabiner haben in fixen Plazierungen also nie etwas verloren und sollten durch Stahlkarabiner ersetzt werden.

Zuerst auf dieses Problem aufmerksam wurden Kletterhallenbesitzer, wo vor allem die ersten beiden Expresskarabiner oder die, an den Übergängen von Senkrecht zu Überhang jeweils schnell messerscharf einschliffen und erste Unfälle passierten.

Fies kann auch sein, wenn ein normaler Abseilkarabiner z.B. direkt in einer Bohrhakenlasche hängt und immer gleich belastet wird. Im ersten Moment ist nichts Auffälliges zu bemerken. Hebt man den Karabiner aber ein bisschen aus der Bohrhakenlasche bemerkt man, dass dieser vielleicht schon beinahe zur Hälfte durchgeschliffen ist!  Vgl. Foto aus der Route "Durststrecke" an der Mittagfluh bei Guttannen.

Aber auch bei uns, im meist top abgesicherten Basler Jura ist manchmal Misstrauen angesagt: Die IG Klettern ersetzte kürzlich in der Steinegg (Seetalhöhe), im Sektor "Welschhans"  die Umlenkung der Route "Im Gleichschritt Richtung Schwachsinn" 5c+ . Der anscheinend eingeklebte Bügel mit Frosch steckte jahrelang nur in den beiden Bohrlöchern. Gehalten bloss durch die Verspannung in den beiden etwas unsymetrisch gebohrten Löchern. Beim klopfen an den Bügel, war aber sofort erkennbar, dass der untere "Klebepunkt" lose war!

Fazit:  Auch wenn heute kaum noch Materialversagen passiert, heisst es immer gesundes Misstrauen behalten und Standplätze, Umlenkungen, fixe Schlingen und sogar Klebehaken wenn immer möglich prüfen vor einer Belastung.

→  Kletterblog Marcel Dettling pdf

Für einmal auf dieser Homepage eine Meldung über eine Routensanierung an der Schartenfluh, oder eben am Gempen, im Sektor  "Sandührliwand".

Die Route Nr.8  "Sensitive" (gemäss Fluebible) wurde komplett neu eingeklebt. Die Route ist nun mit 9 Haken optimal gesichert (super+)  und bietet interessante Kletterei im Bereich 6b+/6c (Die 6a+ Bewertung hatte sowieso nie etwas mit der angetroffenen Realität zu tun, und die wenigen Haken konnten kaum vernünftig geklippt werden).

Ebenso bekam die Route Nr. 12 "Côte d' or" einen unabhängigen Einstieg und insgesamt 7 Klebehaken.  Der Grad 6a (anstelle 6a+) dürfte ausreichen.

Wer will, kann nun auch die markante Schiffsbug-förmige Kante als ausgesetzte Variante, gleich links daneben klettern. 4 Klebehaken sichern so die neue "Titanic" 5c+.

Da der IG Klettern so langsam die "Frösche" ausgehen um diese in den beliebtesten Routen immer wieder zu ersetzen, wird die IG zukünftig vermehrt dicke Maillots an den Umlenkungen anbringen, diese sind widerstandsfähiger, müssen dafür halt gefädelt werden (wie in den allermeisten Klettergebieten der Welt). Wer nun also etwas unternehmen will um die Lebensdauer der Frösche zu verlängern, der hängt z.B. zum top-ropen das Seil via einen Schraubkarabiner in den Bügel und nutzt den "Frosch" nur noch zum letzten Ablassen.

Für die Falken war dieser Frühling generell keine besonders erfolgreiche Brutsaison. Immerhin hatte sich unser Vogelschutz an der Falkenfluh bewährt und die dortigen Falken hatten erfolgreich gebrütet.

Am Hofstetter-Chöpfli hatte es ein junges Brutpaar gehabt, doch sie haben nicht gebrütet, oder wenn dann nicht erfolgreich. Na ja, vielleicht müssen sie sich erst an den Ausflugsbetrieb am Chöpfli gewöhnen...

Die Sperrung am Gerstel war auch vergebens,  wie auch diejenige am anderen traditionellen Brutplatz, am Ramstel. An beiden hatten keine Bruten stattgefunden.

Wie es sich zunehmend ebenfalls in deutschen Klettergebieten abzeichnet, sind Massnahmen zum Falkenschutz nicht in sturen und unflexiblen Gesetzten zu verankern, sondern situativ und unabhängig vom Schutzstatus eines Gebietes, zu veranlassen.

Noch einmal "Klappe, Ton und Film ab!" im Basler Jura. Und zwar bereits im Sommer 2011, aber erst jetzt aktuell. Wer sich auf TeleBasel oder in einem regionalen Kino demnächst über eine dramatische Szene an irgendwie bekanntem Fels wundert, der erkennt wirklich das Pelzmülital und den Daumenfelsen. Zwei Tage Dreharbeit in exponiertester Lage für 30 Sekunden Werbung. Aufwand wie in Hollywood. Gratulation wer nun auch noch die kletternden Protagonisten erkennt!

Zum ersten Mal gesichtet wurde der neue Gast an der Schauenburgerfluh bei unserer Wegbautätigkeit vor zwei Wochen (siehe Beitrag weiter unten). Damals aber als witziges Erlebnis und lustige Episode bald wieder vergessen.

Nun herrschte am letzten superschönen Wochenende wieder einmal reger Kletterbetrieb an der Schauenburg und siehe da, der unerwartete Besucher trat erneut hervor und begrüsste alle Anwesenden relativ zutraulich, mit neugierigem Geschnupper und interessiertem Blick. Abklärungen haben nun ergeben, dass es sich bei dem Gast um einen jungen Mufflonbock handelt.

Eine ursprünglich in Europa heimische Wildschafart die heute fast nur noch in Korsika/Sardinien oder in Osteuropa vorkommt! Sein starkes Selbstverständnis lies sich selbst durch die Anwesenheit zweier Hunde kaum erschüttern. Hoffen wir darum auf eine gesunde Entwicklung der Kreatur, so können wir in einigen Jahren einen Mufflonwidder mit imposantem gebogenem Gehörn beobachten.  Und eine Diskussion, welche Kletterfinkli am stärksten riechen resp. stinken, wäre denn auch nicht mehr von nöten...

Wer sich am 26. März über Helikopterlärm am Gempen wunderte, sei der Grund dafür hier verraten: Es handelte sich dabei um Dreharbeiten des Schweizer Fernsehens für eine weiter Folge der Sendung "SF- Bi de Lüt - Wunderland" Diesmal wurde die solothurner Region "Schwarzbubenland" ausgewählt, unter anderem dabei auch die Region als "Kletterwunderland" abzubilden.

Der bekannte Moderator Nick Hartmann begab sich nun höchstpersönlich auf Klettertour an der Schartenfluh, um sich auch selber vom einmaligen Klettergenuss und Sonnenuntergang dort überzeugen zu lassen!

Es ist geplant, die Sendung am Freitag, 27. April 2012 um 20.05 Uhr auf SF-1 auszustrahlen.

Wiederum in Zusammenarbeit mit der Vogelwarte Sempach wurden an der Falkenfluh der Sektor "Hohle-Gasse" wegen einer neuen Vogelbrut gesperrt bis diese ausfliegen. Das dürfte so wie letztes Jahr, so um Mitte Juni wieder der Fall sein. Letztes Jahr hatte dieser Brutstandort, eine erfreulich erfolgreiche Brut hervorgebracht (zwei Jungvögel).

Auch am Hofstetter-Chöpfli ist der Sektor Denkpause wegen erneuter Bruttätigkeit vorderhand zum Klettern gesperrt.

Die IG Klettern und die Vogelwarte Sempach bedanken sich wiederum bei allen Kletterern die sich an die Sperrzonen und -zeiten halten und so weiterreichende Massnahmen verhindern.

Im Gebiet "Gerstelfluh" bei Waldenburg sind wiederum die Sektoren Grosse- und Stilli Wand bis Ende Juni gesperrt, obwohl dort keine aktuell bekannte Brut stattfindet. Leider aber die Gesetzgebung dies so vorschreibt... Wir bitten an dieser Stelle daher, alle Vögel die Ruhe vor den Kletterern suchen, sich den rieigen freien Platz an der Gerstelfluh so schnell wie möglich zu sichern!

 

Über allfällige Bruten am Ramstel oder Ingelstein ist nichts bekannt.

Schauenburgerfluh. Es blockierte ein umgestürzter Baum den direkten Zustiegsweg und zwang zu mühseligen Umgehungsmanöver. Zudem bedrohten ebenfalls umgekippte und verklemmte Stämme den Zustieg.

 

Nach Absprache mit dem zuständigen Revierförster, kümmerte sich nun am Samstag, 10. März, bei optimalem Wetter, ein Team des SAC Baselland darum, mit der Motorsäge den Pfad rechtzeitig auf die Klettersaison wieder begehbar zu machen.  

Alljährlich kümmert sich die SAC-Ortsgruppe Prättigau um den Wegunterhalt am Gempen. So trifft man sich auch dieses Jahr am Samstag, 17. März um 10.00Uhr, oben beim Restaurant. Verschiedentlich hat der Weg am Wandfuss ja ziemlich gelitten und muss daher dringend ausgebessert werden. Jede Hilfe dazu ist willkommen!

Mitbringen, Guter Wille und robuste Gartenhandschuhe.

 

Natürlich wird anschliesend an das vollendete Werk noch ausgiebig geklettert.

Der Kanton Baselland hat entschieden, dieses Regelwerk vorerst einmal als Internet- basierendes Dokument herzustellen. Zu allen bearbeiteten Felsgebieten hat er nun die Daten zu Schutzstatus, Standort, Fläche, Grundeigentümer etc. zusammengetragen. In einem nächsten Schritt ist es an den Kletterverbänden, resp. der IG, die Angaben zu den Punkten "Beschrieb des Gebiets" und "Kletteraktivitäten" zusammen zu tragen.

Die IG prüft darum auch die Zusammenarbeit mit der SAC-betriebenen  Internetseite "klettergebiete.ch". Da in diesem Portal auch jedes Klettergebiet nach einem gewissen Raster beschrieben wird, könnte hier eine Synchronisation vorgenommen werden. Dies mit dem Ziel, damit später auch Infos und geltende  Regelungen zu den Klettergebieten des Baselbietes, auch ohne aktuellen Kletterführer, im Internet abgerufen werden kann.

 

Die Generalversammlung findet am 19. März 2012 statt.

Beginn: Punkt 19.00 Uhr! Die Generalversammlung findet im Hotel Alfa, Hauptstr. 15, 4127 Birsfelden statt. Dieses ist am besten mit dem Tram erreichbar, (3er Tram bis zur Tramstation "Bären"/es gibt nur wenige Parkplätze)

→ Einladung 2012

 

 Die Unterlagen zur GV findet Ihr in den angehängten pdf.

Traktandenliste 2012

Jahresbericht 2011

→ Protokoll 2011

→ Rechnung 2011 / Budget 2013

 

 

Parallel zu den Verhandlungen mit Behörden und Naturschutz ist die IG Klettern daran gegangen, ein Ausbildungsmittel für Tourenleiter, Bergführer und andere sogenannte "Multiplikatoren" zu entwickeln. Hintergrund dafür ist die erkannte Notwendigkeit, Berg- oder Klettersportlern nicht nur die technischen Fähigkeiten zur sicheren Ausübung ihres Hobbys anzubieten, sondern auch das Wissen über zunehmend weiter wichtig werdende Fakten zu vermitteln.

Diese sind zum Beispiel das Erkennen von gesperrten oder zum Klettern freigegebenen Felsen, das Beachten von Wildruhezonen und -zeiten. Aber auch über die Bedeutung einer Umlenkung oder generell angepasstes Verhalten im Klettergebiet ("soft skills")  soll eingegangen werden.

 

Geplant ist die Entwicklung dieses Lehrmittels noch in diesem Jahr abzuschliessen.

 

Wie letzten Sommer an der Falkenfluh (vgl. Meldung vom 3. Juli 2011), wurde nun auch der Standort der Rettungstonne an der Schauenburgerfluh gewechselt. Sie hängt nun neu an der Hauptwand, links der Route "H-REM-Riss" im Sektor Tempel. Gefüllt mit einer neuen Tragbahre die die alte verklemmte ersetzt.

Wer will, kann nun im Kletterführer folgende Standorte von Rettungstonnen mit Tragbahren eintragen, um im Notfall, eine Verletzte Person zur nächsten Strasse transportieren zu können:

Schauenburgerfluh: links der Route "H-REM-Riss" im Sektor Tempel

Bärenfels: links am Beginn der Ostgruppe  

Falkenfluh: links der Route "Driffiti" im Sektor Zelot

Ingelstein: rechts vom "schöner Grat"

Tüfleten: im Durchgang beim "Pic Aesch"

 

Pelzli: Am boulder vis à vis des "Rechenschieber"

Es geht vorwärts mit dem Erarbeiten einer Übereinkunft mit dem Kanton Baselland zur Regelung der Kletterei. Bereits liegen erste kantonale Entwürfe für ein Grundsatzdokument und dazugehörende Datenblätter für die einzelnen Klettergebiete zur Stellungnahme vor. Diese entsprechen nach ersten Abklärungen weitgehend den gestellten Anforderungen. 

Nächste Schritte der Klettererseite werden sein, die einzelnen Massnahmen detailliert festzuhalten und einen Zeitplan zu deren Umsetzung festzulegen. Dabei gilt ein Augenmerk auf die Haftungsfragen die sich stellen, wenn eine Kletterer- oder Sportorganisation Arbeiten im Auftrag des Kantons ausführt. Ebenso soll ein Monitoringkonzept den Erfolg der ergriffenen Massnahmen zugunsten der Natur dokumentieren.

Abschliesend ist auch noch nicht definiert, mit welcher juristischer Verbindlichkeit dieses Dokument verbunden ist. Wird dieses in Form einer regierungsrätlichen Verordnung oder als Direktionsentscheid verabschiedet? Die IG klärt dahingehend ebenfalls weitere Möglichkeiten ab.

Im Rahmen der regelmässigen Gespräche des kantonalen runden Tisches "Sport und Naturschutz" wurde durch den BNV (Baselbieter Natur- und Vogelschutzverband) die Frage aufgeworfen, wohin sich ihre Mitglieder wenden sollen oder können, wenn diese "illegale" Kletterrouten an Felsen entdecken und diese entfernt werden sollen. Durch den Vertreter der IG Klettern wurde daraufhin entgegnet, dass solches der IG gemeldet werden kann, damit diese zuerst  prüfen kann ob überhaupt eine "Illegalität" vorliegt. Die IG wird dann evtl. auch die Urheberschaft feststellen können und diese wenn möglich kontaktieren. Die Funktion einer "Kletterpolizei" kann und darf die IG aber nicht ausüben!

 

Andererseits besteht für jedermann die Möglichkeit eine Anzeige gegen Unbekannt aufzugeben. So obliegt es den zuständigen Behörden, sich der Sache anzunehmen. Die Praxis in ähnlichen Fällen zeige jedoch, dass es aus diversen Gründen kaum möglich ist eine Urheberschaft  juristisch erfolgreich zu belangen.

Die Probleme der Kletterer am Jurasüdfuss werden derart akut, dass diverse Akteure der lokalen Kletterszene mit Unterstützung der IG Klettern Basler Jura und des SAC sich daran machen in den nächsten Tagen eine eigene IG Klettern zu gründen.

Kantonale Pläne einer durchgehenden Wildruhezone auf der ersten Jurakette würden das Aus für traditionelle Klettergebiete von der Balmflue über Rüttelhorn bis zu den Farnerenzähnen beinhalten!

Eine erste Übersicht zeigt, dass zwei Drittel aller Klettergebiete im Bereich Berner-Solothurner-Aargauer Jura von Teil- oder Totalsperrungen betroffen sind. Um solche Pläne in akzeptable Bahnen zu lenken ist es nötig eine kompetente IG Klettern zu organisieren, die Support durch die lokalen Sektionen und des SAC geniesst und entsprechenden Widerstand leistet.

→ IG Klettern Jurasüdfuss Homepage

Die Klettergebiete "Fürstenstein" und "Redelsflue" werden demnächst durch den Kanton Baselland ins "Inventar der geschützten Naturobjekte" aufgenommen. Im Rahmen der Gesamtschau aller Klettergebiete im Kanton Baselland, wurde zusammen mit den Grundeigentümern, den Behörden und dem Naturschutz evtl. nötige Massnahmen zum Schutze der Flora und Fauna in diesen Gebieten abgeklärt. Diese haben ergeben, dass die Kletterei sowohl am Fürstenstein wie auch an der Redelsfluh  keine direkte Bedrohung der Arten darstellt und daher im bisherigen Rahmen weiterhin betrieben werden darf.

Wie neuerdings den amtlichen Schutzverordnungen entnommen werden kann, geschieht dies aber ausdrücklich auf eigenes Risiko!

Nach jahrelanger Vertretung des Akademischen Alpenclubs Basel und Mittarbeit im Vorstand der IG Klettern, verlässt uns Michael Sattler aus Beruflichen und Familiären Gründen. Als Nachfolgerin im Amt können wir aber bereits Geraldine Guex begrüssen. Als Hobby-Klettererin und beruflich als Nanowissenschaftlerin  aktiv, vertritt sie per sofort den AACB bei uns im Vorstand. Wir heissen darum Geraldine Guex bei uns herzlich willkommen, und wünschen Michael Sattler auf seinem weiteren Weg viel Erfolg und Befriedigung.

→ AAC Basel Homepage

Nach Angaben aus gut unterrichteten Kreisen drohen am Jura-Südfuss, resp. an der ersten Jurakette drastische Sperrungen und Kletterverbote. Dies im Zusammenhang mit geplanten Wildruhezonen.

Durch die Jagd festgelegte Wildruhezonen sind es auch, die in alpinen Klettergebieten eine akute Bedrohung diverser Gebiete sind. Besonders in der Innerschweiz müssen sich engagierte Kletterer zur Zeit  massiv gegen Kletterverbote an Pilatus, im Muothatal oder im Melchtal (Ofen /  Cheselenfluh) einsetzen.

Das Vorgehen von Naturschutzkreisen gegen die Kletterei, hat gerade im aktuellen Fall im Ringen um Lösungen an der Oltener Sälifluh gezeigt , dass manchmal nur äusserst entschlossene Gegenreaktionen ungerechtfertigte Verbote und Sperrungen (zumindest vorläufig) abwenden können.

Die IG Klettern Basler Jura rät daher den SAC-Sektionen am Jura-Südfuss dringend, entsprechende IG Klettern zu gründen um der grassierende "Sperritis"  Einhalt zu gebieten. Jedoch bei konkreten Gefährdungen aber Ansprechpartner für Lösungen zu sein.

Wikipedia Klettern Schilder Erklärung

Entgegen früherer Zusagen, war der Kanton nicht mehr gewillt, die Kletterei in einem "Gesamtkonzept " zu regeln, sondern Gebietsweise in Schutzverordnungen oder mit den Instrumenten der Waldentwicklungsplanung.

Dass dieses Vorgehen aber in einem heillosen Durcheinander von teilweise widersprüchlichen Formulierungen und unterschiedlichsten Reglementierungen endet, konnten die IG Klettern und der SAC bereits jetzt dokumentieren. Es darum durchaus auch im Interesse des Kantons sei, die Kletterei in übersichtlicher Form, in einem speziellen Dokument zu regeln. In dieser Form hätten sowohl der Kanton, als auch die Kletterei die verbindlichen Regelungen zentral abgelegt, und wäre für beide Seiten eine Planung möglich wie die zukünftigen Regelungen umgesetzt werden.

Bestandteile dieser Vereinbahrung oder Kletterkonzeption werden neben der Darstellung aller Massnahmen in den Klettergebieten, auch diverse Punkte wie die Finanzierung, Zeitpläne, Zuständigkeiten, Haftungsfragen und Erfolgskontrolle sein.

 

Da in dieser Grössenordnung schweizweit noch nirgends eine vergleichbare Regelung besteht, erarbeitet der Kanton Baselland nun bis Ende November 2011 einen ersten Entwurf einer entsprechenden Konzeption. Die IG Klettern und der SAC werden anschliessend die Klettereispezifischen Details darin bearbeiten.

 

Im 2010 wurde der Inhalt und Standort der Rettungstonnen in den Klettergebieten des Basler Juras durch die IG kontrolliert. Nachdem an zwei Orten die fehlende Tragbahre ersetzt wurde (Tüfleten und Falkenfluh), wurde nun auch der Standort der Tonne an der Falkenfluh gewechselt (Vgl. Eintrag vom 21. Mai 2010). Der alte, verwachsene und schlecht gelegene Standort im Sektor "Quellenchopf" wurde aufgegeben und die Tonne jetzt neu in den Sektor "Zelot" an der Hauptwand verlegt.

 

Wir bitten die Kletterer die Rettungstonne nur im Notfall zu öffnen und die Tragbahre sorgfältig zu handhaben. Sie kann unter Umständen entscheidend dazu beitragen, eine verunfallte Person schonend zu einem Rettungsfahrzeug an der Strasse zu transportieren. Wir hoffen dennoch, dass die Trage möglichst nie zum Einsatz kommt.