Im Rahmen der Veranstaltung: "Naturschutz in und um Basel" vom 30. Januar 09 informiert Stefan Müller vom Institut für Natur- Landschaft- und Umweltschutz (NLU) der Uni Basel, über die Verwaldung der Felsflühe im Nordwestschweizer Jura. Dies könnte in der gesamten Diskussion zum Thema Naturschutz an den (Kletter-) Felsen ein Interessantes Thema sein.

Hier der direkte Link zur Homepage: 

>>  Institut für Natur-, Landschafts- und Umweltschutz (NLU)

 

Bald ist bereits wieder die Zeit wo speziell die Wanderfalken auf Brutplatzsuche gehen. Darum rufen wir allen Kletterern die zur Zeit geltenden Sperrungen in Erinnerung!

Gesperrt sind vom 1. Januar bis 30. Juni:

- Löffelbergflue (komplett)

- Ramstel (komplett)

- Gerstel (nur Sektoren Grosse- und Stilli Wand gesperrt)

Bei der Schauenburgerfluh warten wir wiederum ab was sich diesen Winter/Frühling tut und werden nach Bedarf hier informieren und gegebenenfalls vor Ort wiederum einen Sektor sperren. Das hatte die letzten Frühlinge, zusammen mit der Vogelwarte Sempach ja sehr gut geklappt (Vergleiche den Artikel vom 3. Juni 08 weiter unten).

Wie bereits im Mai auf unserer Homepage informiert wurde (Bericht vom 21.5. weiter unten), droht dem gesamten Sektor "Amboss bis Falkenspitz" ein Kletterverbot, wenn die Vorschläge des Instituts für Natur- Landschaft- und Umweltschutz (NLU) der Uni Basel vom Kanton und der Bürgergemeinde Duggingen umgesetzt werden!

Die Massgebende Untersuchung des NLU ist aber dermassen fragwürdig ausgefallen, dass die IG Klettern darob sogleich die geplante Pressekonferenz zum "Kletterkonzept Baselland" absagte und erneute Diskussion verlangte (Vgl. Bericht vom 3.6. weiter unten). Diese Diskussion findet nun am 26. Januar statt. IG und SAC sind darum gespannt, wie das NLU unsere Fragen zur Untersuchung beantworten wird. In Abhängigkeit mit dem Ergebnis der Gespräche behält sich die IG vor, den bisher nicht veröffentlichte Bericht hier zur allgemeinen Information aufzulegen.

Wie dem Bericht der "Baselbieter Zeitung" vom Mittwoch,16.12.08 zu entnehmen ist, stellt sich die Gemeinde Dornach positiv hinter das Ansinnen des Kanton Baselland, die Wälder im Tüfletentäli unter Naturschutz zu stellen. Das Gebiet liegt auf dem Gemeindebann von Duggingen, gehört aber vorwiegend der Bürgergemeinde Aesch und der Einwohnergemeinde Dornach. Mit der Unterschutzstellung gehen die Verbote einher, die Wege zu verlassen (ausser zur Jagd) und die Felsen zu beklettern. Damit verlieren die Kletterer ein grosses Gebiet mit einigen bisher nicht veröffentlichten Routen und einem grossen Potential für neue Routen in gutem Fels!

Die IG Klettern hat sich im Rahmen der Gespräche zum Kletterkonzept Baselland und auch in der Studie Knecht (Felsinventar Basler Jura und Schutzkonzept,1999), für die Aufgabe der dortigen Kletterrouten und einem Verzicht auf zukünftige Nutzung ausgesprochen. Bedenklich findet die IG Klettern aber, wenn sie im Zuge der Unterschutzstellung ein Kletterverbot aber bereits in den regierungsrätlichen Schutzbeschlüssen und Verordnungen finden würde, bevor das gesamte kantonale Konzept klar definiert ist.

Hier noch eine Meldung für Kurzentschlossene und jene die eine Gute Tat vollbringen möchten.

Die Ortsgruppe Prättigau führt diesen Samstag einen Putztag im Gebiet der Gempen Kletterfelsen durch. Hast du Lust, dann komm zum angegebenen Treffpunkt. Besten Dank für deine Mithilfe.

Treffpunkt: 09.00 Uhr vor dem Rest. Gempenturm

Parkieren: Unten im Wald

Ev. Empfehlenswerte Kleidung (wie gute Schuhe oder Stiefel, Gartenhandschuhe, Regenjacke, Abfallsack)

Wie aus der Zeitung zu entnehmen war, will der Leiter des Amtes für Raumplanung BL, Herrn Hans-Georg Bächtold, demnächst zurücktreten. Der Rücktritt von Herrn Bächtold trifft die IG Klettern besonders, da wir ihn immer als Partner mit "Vernunft und Augenmass" erlebten. So setzte er sich u. a. aktiv für den "Runden Tisch von Sport, Natur und Politik" ein. Wir erwarten daher von dessen Nachfolger eine Weiterführung des Dialoges mit den Natursportlern.

Herr Bächtold hatte auch interimistisch die Führung der "Abteilung Natur und Landschaft"  inne, nachdem dessen Leiter, Herrn Imbeck, versetzt wurde.

 

Wer die beiden vakanten Stellen besetzen wird, ist uns vorderhand nicht bekannt.

An der IG-Sitzung vom 1. September 2008 liess sich der IG-Vorstand durch den Schneckenverständigen, Herrn Christoph Oberer, die Sachlage mit den Fels bewohnenden Schneckenarten erläutern:

Insbesondere deren Bedeutung für einen gesunden Boden und die Bedeutung der Felsen als Refugien zur Erhaltung einer möglichst grossen Schneckenartenvielfalt. Diese sei v.a. durch den Einsatz von Chemie in der Landwirtschaft dramatisch zurückgegangen. An Felsstandorten hätten sie überlebt. Bei genügendem Schutz und verbesserten Umweltbedingungen könnten sich von dort aus wieder in die Landschaft ausbreiten.

Endlich seien wissenschaftliche Erhebungen gemacht worden, die in einer Doktorarbeit ausgewertet würden. Auch der Einfluss von Kletterrouten auf Schneckenpopulationen sei langfristig gravierend, wie Untersuchungen gezeigt hätten. - Wo und wie diese Untersuchungen angestellt wurden, konnten wir von Herrn Oberer aber nicht erfahren. Konkret wurden nur die "Weisse Fluh" (Liestal) und die Chastelenfluh (Arboldswil) als wichtige Refugien angegeben, wo das Klettern unbedingt komplett unterlassen werden sollte. Ebenso sollte in jeder Geländekammer (deren Grenzen sich häufig mit den Gemeindegrenzen decken) ein geeigneter Fels für Schnecken "reserviert" werden.

 

Wir wünschten von Herrn Oberer, unterstützt durch die zu erwartende Dissertation, zuhanden der Kletterer eine Zusammenstellung von "Schneckenfelsen", um erkennen zu könne, wo sich Interessenkonflikte ergeben könnten.

Wie bereits der Basler- und der Basellandschaftlichen Zeitung zu entnehmen war, wird auch für das Gebiet der Schauenburgerfluh ein Waldentwicklungsplan (WEP) lanciert. Das bedeutet: Es wird nicht nur die Holznutzung in diesem Gebiet geregelt, sondern auch die Freizeitnutzung. Damit auch die Kletterei.

Die IG Klettern Basler Jura fordert alle Einwohner/innen von Frenkendorf auf, dem Verfahren des WEP Beachtung zu schenken und sich zu informieren, was im Besonderen mit dem Gebiet der Schauenburgerfluh und dem darunter liegenden Areal mit den Felsblöcken geplant ist. Denn wer sich in Zukunft mit seiner Familie nicht nur bei der bestehenden, grossen Feuerstelle vergnügen will, sondern auch im angrenzenden "Abenteuerwald", sollte die detaillierten Wünsche vom Naturschutz genau lesen!

Die IG Klettern Basler Jura vermittelt zwischen Behörden und Sportlern.

>>    23.7.2008 BaZ Artikel

 

Die demnächst vorgesehene Pressekonferenz zum Baselbieter Kletterkonzept wurde abgesagt. Grund: Die im Untersuchungsbericht des NLU (Institut für Natur- Landschafts- und Umweltschutz der Universität Basel) geforderten Restriktionen und die dazu gelieferten Begründungen werden von der IG Klettern und dem SAC als zu einschneidend bewertet (Vergleiche dazu untenstehender Beitrag). Vor diesem Hintergrund mache es keinen Sinn, über ein kantonales Kletterkonzept zu berichten, wenn ein solcher Fall noch offen ist. Die ganze Diskussion um die Klettergebiete zieht sich nun bereits über 8 Jahre hin, da kommt es auf ein paar Monate mehr oder weniger, auch nicht mehr an.

Es wird nun geplant, den NLU-Bericht auf kantonaler Ebene zu diskutieren.

Wie der IG Klettern gemeldet wird, fühlen sich die Falken in der Schauenburgerfluh sehr wohl und geniessen bei gutem Wetter die Sonne und das geklimpere der Kletterausrüstung. In diesem Ambiente erblickten 4(!!) Falken das Licht der Welt und sind zur Zeit kurz davor ihre Flugstunden zu nehmen.

Die Leute von der Vogelwarte Sempach und die IG Klettern Basler Jura bedanken sich bei den Kletterern für das Einhalten der lokalen und temporären Sperrung.

Bericht des DAV Lörrach zur Wegbauaktion am Gempen / erschienen im Sektionsheft des DAV Lörrach Nr. 16

>> 2008 April DAV Lörrach

Eine Untersuchung des NLU (Institut für Natur- Landschafts- und Umweltschutz) der Universität Basel hat ergeben, dass im Sektor "Falkenspitz" und "Amboss" einen ausserordentlichen Artenreichtum festgestellt werden kann. Vor allem Schnecken und Pflanzen. Im Vergleich zu einer Untersuchung aus dem 2002 des selben Instituts konnten 2 Arten aus der roten Liste nicht mehr nachgewiesen werden. Wo genau wird im Bericht nicht erklärt. Dafür dass der "Nicht-Nachweis" evtl. auf meteorologische Phänomene  zurückgeführt werden kann... Dennoch wird für die beiden erwähnten Sektoren ein komplettes Kletterverbot verlangt!

Die IG Klettern und der SAC sind erstaunt, dass in der Sammlung untersuchter Klettergebiete immer die am meisten und längsten (teilweise seit über 60 Jahren) bekletterten Sektoren die grösste Artenvielfalt aufweisen. Die IG Klettern, der SAC und die Patronagesektion verlangen jetzt das Gespräch mit den Behörden und den Verfassern dieser Untersuchung, und Klärung diverser Fragen die dieser Untersuchungsbericht aufwirft.  Die IG Klettern und der SAC behalten sich vor, je nach Ergebnis der Gespräche, den NLU- Untersuchungsbericht hier im Internet zu veröffentlichen und ebenfalls die mit dem Kanton Baselland geplante Pressekonferenz zum Kletterkonzept Baselland ausfallen zu lassen. Wir setzen uns für die letzten verbleibenden leichteren Routen im Basler Jura ein!

Weitere aktuelle Infos hier. 

>> Institut für Natur-, Landschafts- und Umweltschutz (NLU)

Kletterer im Grosseinsatz für die Natur 

55 Kletterer und 3 Forstwarte standen am Samstag, dem 19. April 08, an der Schartenfluh bei Gempen im Grosseinsatz. Sie erneuerten das komplette Wegsystem im bedeutendsten Klettergebiet der Region, um durch Kanalisieren der Besucher die Natur zu schonen.

Für einmal erklang nicht das Klinken von Sicherungskarabinern oder Kommandorufen von Kletterern am Wandfuss der Schartenfluh bei Gempen. Am letzten Samstag dominierten Pickelhiebe, das Klopfen von Vorschlaghämmern oder gar das Kreischen von Motorsägen die Luft im bedeutendsten Klettergebiet der Region. Da der Kletterbetrieb der letzten Jahre nicht spurlos an den Wegen am Wandfuss vorübergegangen ist, entschlossen sich die Kletterverbände, eine gross angelegte Sanierungs- und Pflegeaktion durchzuführen. 

Die IG Klettern Basler Jura, die sich für ökologisches und nachhaltiges Klettern einsetzt, organisierte mit der gebietsbetreuenden Patronagesektion "Prättigau" des Schweizer Alpen Club (SAC),  zusammen mit dem Revierförster des Revierverbundes Dorneckberg, diesen Aktionstag. Der Bergsportartikelhersteller "Black Diamond" finanzierte die Naturschutzaktion (Beizug von Fachleuten, Material). Der Wirt Restaurant Gempenturm unterstützte sie mit einer währschaften Gulaschsuppe.

Die beeindruckende Teilnahme von 55 Kletternden aus der Region und dem angrenzenden Deutschland demonstrierte deutlich den Willen der Klettersportler, sich auch für die Anliegen der Natur in "ihren" Klettergebieten einzusetzen. Um die Böden dieses Waldreservates durch Kanalisieren der Besucher zu schonen, wurden von den Kletterern nicht mehr benötigte Trampelpfade geschlossen und der Hauptpfad in seiner ganzen Länge neu stabilisiert. Zusätzlich wurde an verschiedenen Orten vom Forst Holz geschlagen, damit vermehrt Licht zu den Böden gelangt, und so der Lebensraum für licht- und wärmeliebende Arten, zum Beispiel Orchideen, aufgewertet wird. 

>> 24.04.2008 - Bericht Wegbautag am Gempen im WOCHENBLATT

Momentan grassiert wieder einmal ein Kletterverbot-Virus. Zweimal in Deutschland und einmal in Frankreich, wobei die vielfältigsten Gründe anzutreffen sind. Hier ein kleiner Ausschnitt. 

1. Kletterverbot Donautal: Da die befristete Allgemeinverfügung der Probephase am 31.12.2007 auslief, greift derzeit das generelle Kletterverbot in Baden-Württemberg auch am Schaufelsen. Die als "Musterlösung" für Klettern und Naturschutz dargestellte Regelung für den Schaufelsen wird nach 3 Jahren nicht weiterverfolgt, da nun plötzlich eine neue Dohlenkolonie die ganze Diskussion neu entfachte.

2. Kletterverbot Barmstein "Invalideneck": Das Klettergebiet im Berchtesgadener Land wird rückgebaut. Die Rücksichtslosigkeit der Kletterer hat den Grundeigentümer zur Schließung veranlasst. „Wir haben alles versucht. Aber es gibt einfach zu viele schwarze Schafe, denen Rücksichtnahme ein Fremdwort ist“. Vor allem lärmende Kletterer waren verantwortlich. Mehrmals schleppten sie Aggregate zu den Felsen, um das Klettergelände für nächtliche Sportaktionen auszuleuchten.

Gleichzeitig war für die musikalische Beschallung der sportlichen Aktionen gesorgt. Häufiger kam es in den letzten Jahren zu Parkproblemen rund um das Kletter- und Wandergebiet. Nicht nur einmal war die Hofzufahrt blockiert und diente das angrenzende landwirtschaftlich genutzte Feld als Parkfläche.

3. Kletterverbot Prèsles (Vercors): Hier kann man sich Aktiv für das Klettergebiet einsetzen. Warum: Seit Herbst 2006 besteht ein Konflikt zwischen den Kletteren und einer Minderheit von Grundbesitzern über den Zugang zu den Felsen. Nicht nur der einfache Zugang zu den Felsen sondern auch die Teilung der Natur wird hier in Frage gestellt.

Nachdem ein paar Grundbesitzer das Klettern verhindern wollen, wollen sie jetzt auch der Höhlenforschung schaden. Die Gesamtheit der Aktivitäten im Freien wird auf diese Weise demnächst bedroht.

Alle Kletterer, Wanderer, Höhlenforscher und Naturfreunde sind dazu aufgerufen, die Online-Petition zu unterschreiben und ihren Protest auszudrücken. Nach den Angaben der lokalen Organisation Vercors Territoire du Nord-Ouest (VTNO) geht es nicht allein um den Zugang zu den Routen am Fels von Prèsles, sondern auch um den generellen Zugang zur Natur. Von den drei Landbesitzern, die sich gegen die öffentliche Nutzung ihres Landes sperren, wohnt offenbar auch nur einer vor Ort.

Nach den Angaben der VTNO nutzt dieser den Konflikt unter anderem, um sich dafür zu rächen, dass er von der Gemeinde Prèsles eine Baugenehmigung nicht erhalten hatte.

 

 

 

Auch bei der Gebietserweiterung des Naturschutzgebietes "Tal" Gemeinde Anwil und Rothenfluh, "rutschte" den staatlichen Naturschützern noch schnell ein kleines, dafür explizites "Eiskletterverbot" in den neuen Schutzbeschluss, den wir deshalb erstaunt zur Kenntnis nahmen. Auf die Nachfrage zur Begründung erhielten wir eine interessante Antwort von verantwortlicher Stelle: "Im unmittelbar angrenzenden Waldreservat gibt es viel Totholz". Bei solchen Antworten erhitzen sich bei der IG natürlich die Gemüter derart, dass die Klimaerwärmung wohl kaum gebremst werden kann. Wir bleiben dran.

Da die ersten provisorischen Markierschilder total unleserlich wurden, sind diese nun durch neue, grössere und farbige Tafeln ersetzt worden.

Es sollte daher ab sofort jedem Kletterer klar sein, wo er sein Fahrzeug auf dem Herrenmattparkplatz abstellen darf und wo nicht! Freuen wir uns,

denn mit dieser Markierung besitzen wir die ersten offiziell von einem Grundstückeigentümer extra für Kletterer reservierte Parkplätze im Basler Jura!!

Belohnen wir daher die Wirtsleuten auf der Herrenmatt für ihr Entgegenkommen und stillen den Durst und Hunger nach dem Klettern mit einem Bier oder

Sandwich.

 

Ende August trifft sich die IG Klettern mit einer Arbeitsgruppe der Gemeinde Hochwald, um nächste Schritte abzuklären wie weitere Parkiermöglichkeiten

rund um die Falkenfluh ausgestaltet werden könnten. Bis dahin ratet die IG Klettern, vor allem bei organisiertem Klettern, Fahrgemeinschaften zu bilden

um den Herrenmattparkplatz nicht all zu schnell zu füllen (10 Parkplätze). Nicht benötigte Fahrzeuge können vorderhand z.B. auf dem ausgeschilderten

 

Parkplatz beim Hof Ziegelschüren abgestellt werden.