Jörg Krähenbühl -  Bild © NSNW 

Am Montag, 19. Oktober, begleitete die IG Klettern die gesamte Baselbieter Regierung auf einer vom Regierungsratspräsident Jörg Krähenbühl organisierten Veranstaltung zum Thema "Sport und Natur".

Am Beispiel des Klettergebiets "Gerstel" in Waldenburg wurde der Regierungsrätin und den Regierungsräten erläutert, wie die beiden Themenbereiche zusammengeführt wurden. Aber auch wo es grosse Differenzen gab oder immer noch gibt und was die Ansprüche beider Seiten sind.

Ebenfalls wurde der Regierung natürlich auch unsere Ansprüche und Wünsche klar mitgeteilt.

Die IG Klettern stellt erfreut fest, dass das Thema Freizeit in der Natur, nun endgültig auch bei den höchsten Stellen im Kanton angekommen ist.

 

Für Herbst 2010 ist vorgesehen, am Hofstetter Chöpli die Wegsituation für die Kletterer zu verbessern. Geplant ist die Aktion am 13. November 2010. Wer Interesse und Motivation hat sich einmal aktiv und "handgreiflich" für ein Klettergebiet einzusetzen, wird bestens gedankt und gebeten, sich bei Thomas Hotz zu melden. 

Weitere Infos folgen ebenfalls hier.

 Sorry für das Bild. Solche Wege sind es natürlich nicht. :-)

Das von der Gemeinde Aarburg am 17.5.2010 verfügte totale Kletterverbot wurde mit über 30 Einsprachen beim Departement  Bau, Verkehr und Umwelt des Kanton Aargau bekämpft. Erfolgreich, wie soeben durch die Rechtsabteilung des Kantons mitgeteilt wurde! Die Einsprachen von Kletterern, SAC-Sektionen und des SAC-Zentralverbandes wurden mit erstaunlicher Deutlichkeit gutgeheissen und das totale Kletterverbot aufgehoben. Es gelten demnach wieder die üblichen Bestimmungen für dieses Klettergebiet.

Noch kann aber die Gemeinde Aarburg innert 30 Tagen gegen diesen Entscheid Rekurs einlegen. Es bleibt daher abzuwarten, ob das ganze Thema nicht doch noch ein paar weitere, unerfreuliche Runden dreht.

 

Die IG Klettern Basler Jura nimmt diesen vorläufigen Entscheid jedoch mit Genugtuung zur Kenntnis und wird die Urteilsbegründung noch genauer auswerten.

Da die Gemeinde Duggingen einen weiteren Schritt auf die Kletterer zu machte, überprüfte die IG Klettern die neue Situation (Vergleiche dazu die Meldung weiter unten vom 20. Juni 2010). IG und SAC akzeptieren demnach die Vorschlage für Sperrungen an Amboss und Falkenspitz.

Die Sperrung der allseits beliebten und traditionellen Route "Santa Maria Riss, 5b" im Sektor Falkenpfeiler konnte jedoch nicht angenommen werden. Dies wurde den Behörden entsprechend mitgeteilt. Dies verbunden mit der Hoffnung, nun eine Regelung zu treffen die, ohne die Gerichte bemühen zu müssen, in gewisser Weise "nachvollziehbar", umsetzbar und verhältnissmässig ist.  

 

Nachdem Paul Stöckli als Vertreter der SAC Sektion Hohe Winde im Vorstand der IG Klettern Basler Jura zurückgetreten ist um sich als J+S Coach in der Sektion zu engagieren, können wir nun die begeisterte Alpinistin Myrtha Trummer, als seine Nachfolgerin bei uns im Vorstand begrüssen. Herzlich willkommen.

Paul bleibt uns in seiner wichtigen Funktion als Webmaster aber weiterhin nebenamtlich erhalten.

Hier der Linke auf die eigene Homepage:  SAC Hohe Winde 

Am Wochenende 28./29. August ist das grosse Gempenfest und der Wetterbericht tönt vielversprechend!

Die IG Klettern Basler Jura freut sich daher, möglichst viele Kletterbegeisterte an ihrer Kletterwand begrüssen zu dürfen. Geklettert werden kann an der Wand am Samstag von 10-12 resp. 13-18 Uhr. Am Sonntag durchgehend von 10-16 Uhr. Diese Attraktion für Jung und Alt, wird durch das Engagement des Bergsportartikelherstellers "Black Diamond" ermöglicht. Da das ganze Dorf einer Festhütte gleicht, ist für Unterhaltung und das leibliche Wohl jederzeit gesorgt.

Genauere Infos und eine Übersicht aller Festivitäten direkt bei der Gempenfest

Die Pächter des Gasthofs Herrenmatt erliessen diesen Sommer ein richterliches Parkverbot für alle, ausser den Gästen der Swingolf-Anlage, des Reiterhofs und des Restaurants auf dem Parkplatz der auch von den Kletterer der Falkenfluh genutzt wird.

Dieses Parkverbot wurde leider den Kletterverbänden nicht kommuniziert, obwohl diese schon seit längerem, sowohl mit der Gemeinde Hochwald als auch mit den Restaurantpächter in Kontakt stehen.

Die Gemeinde Hochwald hatte in Aussicht gestellt, sich für ein Parkplatzkonzept einzusetzen, und die Kletterverbände haben ihre Beteiligung daran zugesichert. Seit aber gut zwei Jahren wurde von der zuständigen Gemeindekommission nichts mehr konkretes vernommen. Die IG Klettern wird aufgrund der neuen Situation die Initiative neu ergreifen um einer Lösung weiter Vorschub zu leisten.

Die IG Klettern empfiehlt daher den Kletterer an der Falkenfluh den Parkplatz beim Bauernhof "Ziegelschüren" (ca.1,6km nach Hochwald Richtung Seewen) oder die sehr beschränkte Parkmöglichkeit ca. 100m hinter dem Reservoir auf der Bergkuppe vor der Herrenmatt zu benützen.

 

Einen Besuch der Gastwirtschaft Herrenmatt nach dem Klettern wird auf diese Art leider wohl kaum gefördert, es stehen Wirtschaften im Dorf Hochwald, Seewen oder Gempen zur Verfügung, den Durst nach schwierigem Klettern zu stillen!

Was für das Tessin gilt, gilt auch für den Basler Jura! Am Sonntag den 27. Juni wurde im Forum der Juraclimber folgender Artikel aufgeschaltet. Auch in Deutschland kam es schon zu vergleichbaren Aktionen. Bei uns im BJ muss es ja nicht gerade so extrem kommen, aber es liegt halt schon auch ein bisschen an uns allen:

 

 

Nach dem Ausfliegen von zwei Jungfalken ist der Sektor "Hohle Gasse" an der Falkenfluh wieder ohne Einschränkung bekletterbar. Die IG Klettern und die Mitarbeiter der Vogelwarte, danken allen Kletterer die das kurzzeitige Kletterverbot beachtet haben und diesen Erfolg ermöglichten.

 

Die temporären Sperrungen im Gerstel, am Hofstetter Chöpfli  und an der Ramstelfluh sind ebenfalls wieder aufgehoben.

Erneut wird die IG Klettern Basler Jura am diesjährigen Gempenfest mit einer Kletterwand vor Ort sein. Am 28. und 29. August wird die Kletterwand betreut. Unser Engagement begründet sich unter anderem mit dem Erfolg am letzten Gempenfest von 2007, und dass mit der Gemeinde Gempen immer ein sehr gutes Einvernehmen möglich war und wir uns auf diesem Weg direkt erkenntlich zeigen können. 

Weitere Infos direkt auf der Homepage  Gempenfest  

 

Wird mit dem Kanton Baselland eine Einigung erzielt über den gesamten Umfang der zu treffenden Massnahmen müssen diese ja auch umgesetzt werden. Mit den Behörden wurde  vereinbart, dass die IG Klettern Basler Jura ein mögliches Szenario erarbeitet wie die beschlossenen Massnahmen vor Ort konkret umgesetzt werden könnten und in welchem Zeitrahmen dies zu geschehen hat.

 

Wichtiger Bestandteil dieser Umsetzung ist aber auch die Konkretisierung eines begleitenden Monitoring-Verfahrens damit die getroffenen Massnahmen auch auf deren Wirksamkeit überprüft  und gegebenenfalls angepasst werden können.

Anfang Juni trifft sich die IG Klettern Basler Jura ein erstes Mal mit dem neuen Leiter der Abteilung Natur- und Landschaftsschutz vom Kanton Baselland, Herrn Peter Tanner. Bei diesem rein informellen Treffen geht es der IG darum, mit einem der wichtigsten Player eine Basis des gegenseitigen Verständnisses aufzubauen

 

Wie bereits berichtet, überprüfte die IG Klettern den Inhalt der an diversen Klettergebieten fest montierten Metall- oder Plastikrohre für Tragbahren. Wo diese fehlten oder defekt waren, werden sie nun ersetzt.

 

Eine Standortüberprüfung ergab, dass vor allem die Rettungstonne an der Falkenfluh am falschen Ort hängt (zwischen Falkenpfeiler und Quellenchopf, einem Gebiet wo schon lange nicht mehr geklettert wird und unmittelbar an der Strasse liegt). Im Bedarfsfall also kaum wirklich dienlich sein würde. Die IG beschloss daher, die Tonne rechts vom Sektor "Holzer" an einem Felsvorbau zu montieren.

 

Die Tonne an der Schauenburgerfluh könnte auch noch zentraler aufgehängt werden, z.B. hinter dem "Kamel" oder im Felswinkel rechts im Sektor "Tropfsteinwand". 

 

Die Route 'Blaue Glocken' in der Ostgruppe ist ab sofort wegen eines brütenden Kauzes bis mindestens Ende Juni gesperrt! Der Sperrhinweis wurde von der Patronage Sektion am Einstieg angebracht.

Nun ist die Falkenfluh daran, ihrem Namen wieder Ehre zu machen!

Aufgrund von Hinweisen von Mitarbeitern der Vogelwarte Sempach über ein brütendes Falkenpaar  an der Falkenfluh, wird ab sofort der Sektor  "Hohle Gasse" temporär für die Kletterei gesperrt. Interessant ist, dass bei der Route Nr. 31 ( "Blood Sweat 'n tears Fluebible S. 218) bereits auf einen alten Horststandort hingewiesen wird! Die Route hiess früher "Eule"...

 

Bitte beachtet die Hinweisschilder über die kurzzeitige Sperrung!

Herrlich, nach dem Klettern noch eine Wurst aufs Feuer und ein kühles Bierchen oder Mineral geniessen. Ein perfekter Klettertag! Damit dieses Vergnügen auch noch nachfolgende Kletterer haben können, sind auch hier einige Punkte zu beachten. Denn es wurde in letzter Zeit vermehrt festgestellt, dass direkt am Wandfuss, und manchmal gar im Einstiegsbereich von Kletterrouten kleine Feuer entfacht wurden.  Ob von Kletterer oder anderen Felsbesuchern sei dahingestellt.

Jedenfalls ist diese Situation in mehrfacher Hinsicht nicht erstrebenswert, da sich an russgeschwärzter Wand nur schlecht Klettern lässt, das Seil oder der Seilsack durch Russ und Asche kaum profitieren und der Wandfussbereich generell nicht durch kleine Feuer zusätzlich belastet werden sollte. Die einfache Lösung: Benützt bitte die bereits vorhandenen Feuerstellen, die sich halt oft nicht direkt am Wandfuss, dafür manchmal gar an aussichtsreicher Lage auf den Felsflühen befinden.

Trefft ihr Personen an, die eine Feuerstelle unmittelbar an der Felswand entfachen wollen, weist sie aus oben genannten Gründen auf offizielle Feuerstellen hin.

Nicht immer ist allen Hundebesitzern bekannt, dass ab April bis Ende Juli des Jahres, die Hunde im Wald und an den Waldrändern immer an der Leine gehalten werden müssen. Dies wegen der Brut- und Setzzeit des Wildes.

Da auch unter den Kletterern immer wieder Hundehalter ihren "Vierbeiner" mit an den Kletterfels nehmen, machen wir auch an dieser Stelle auf die geltenden Bestimmungen aufmerksam und bitten alle Hundehalter diese einzuhalten.

"Aber mein Bello hat noch nie gejagt!" wird häufig auf diese Bestimmung entgegnet. Die Jagdaufsicht macht leider aber immer wieder gegenteilige Erfahrungen und auch Störungen des "Brut- und Aufzuchtsgeschäfts" haben nachteilige Auswirkungen. Es muss ja nicht gerade zu fatalen Zwischenfällen kommen.

Zudem liegen die allermeisten Klettergebiete in Naturschutzgebieten, wo ganzjährig strengere Bestimmungen für Hundehalter gelten.

 

Die IG Klettern Basler Jura dankt allen verantwortungsbewussten hundebesitzenden Kletterern für das Respektieren dieser Regelung.

 

Mitarbeiter der Vogelwarte Sempach berichteten uns über ein brütendes Falkenpaar am Hofstetter-Chöpfli! Sie verliessen ihren angestammten Platz bei Mariastein und wählten neu das "Chöpfli" als neuen Brutplatz.

Die IG Klettern Basler Jura vereinbarte mit der Vogelwarte daher den betroffenen Sektor "Denkpause" mit einem befristeten Kletterverbot bis Ende Juni zu belegen und dies entsprechend zu markieren. Wir bitten die Kletterer und alle Besucher des Hoftetter-Chöpflis daher auf die temporären Bewohner Rücksicht zu nehmen, die Sperrung zu respektieren und sich an dem Gekrächze und den Flugkünsten dieser eleganten Vögel zu erfreuen. Vielen Dank!

An den Brutplätzen im Gerstel und an der Schauenburgerfluh, wurden im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, keine "Falkenaktivitäten festgestellt. An der Schauenburgerfluh ist daher in diesem Jahr mit keiner Massnahme zu rechnen.

Im Gerstel bleibt das bisherige, kantonal verordnete, temporäre Kletterverbot an der "Grossen- und Stillen Wand" weiterhin bis Ende Juni bestehen...

Unterstützung im Wiederstand gegen das Vorgehen der Baselbieter Behörden zur Unterschutzstellung der Falkenfluh und des Löffelbergs erfährt die IG Klettern Basler Jura auch vom regionalen OL-Verband (ROLV) und der Interessengemeinschaft Baselbieter Sportverbände.

Sie beanstanden insbesondere, dass die Kletterverbände ultimativ aufgefordert werden, Massnahmen um gesperrte Kletterrouten am Löffelberg und der Falkenfluh umzusetzen die nie abgesprochen wurden.

 

Sie kritisieren ebenfalls formelle Mängel des Entwurfs und fordern die Behörden auf, die Schutzbeschlüsse zu Löffelberg und Falkenfluh zurück zu stellen und im Hinblick auf das ganzheitliche Kletterkonzept neu aufzugleisen. Sie befürchten, dass mit dieser "Zwängerei" viel lange erarbeiteter Goodwill verloren ginge und sich der Konflikt dramatisch zuspitzen wird.

 

An der Jahresversammlung der SAC Sektion Baselland wurde mit Besorgnis auf die zunehmende Reglementierung, respektive der damit verbundenen Einschränkungen und Verbote von Kernaktivitäten des SAC hingewiesen.

 

Besonders die Vorgehensweise der kantonalen Behörden im Zusammenhang mit Kletterverboten am Löffelberg und an der Falkenfluh bringen es mit sich, dass sich der SAC möglicherweise mit dem Ergreifen von Rechtsmitteln zur Wehr setzen

muss. Damit dies effektiv geschehen kann, hat die Sektion Baselland mehrere tausend Franken bewilligt und bereit gestellt.

An einer kürzlich abgehaltenen Sitzung mit aktiven Routeneinrichter und -sanierer wurden die Richtlinien der IG Klettern Basler Jura zum Routeneinrichten und Sanieren diskutiert und wie folgt festgehalten (Kurzfassung):

  •  Routensanierungen und Projekte werden der IG Klettern vorab gemeldet
  •  ein Okay erfolgt auf der Basis vom Felsinventar (Knecht 1999)
  •  Bei Projekten in neuen Gebieten, die weder im Felsinventar noch in der Fluebibel aufgeführt werden, wird geraten über die lokalen Behörden Abklärungen zu treffen (Zohnenkonformität etc.)
  •  Routen haben grundsätzlich eine Umlenkung
  •  Die IG Klettern anerkennt die behördlich geforderte Bewilligungspflicht von Kletterrouten als "nichtforstliche Kleinbauten" nicht.

Die vollständigen Richtlinien können demnächst auf der IG-Homepage unter "Klettergebiete" eingesehen werden.